Allgemein, Schule EPCM
Anfang April war unser Kollege vor Ort in Gatumba und hat sich ein Bild von der aktuellen Lage gemacht. Seit Ende März kämpft die Region erneut mit Überschwemmungen: überflutete Häuser, unpassierbare Wege, täglich neue Herausforderungen für die Menschen dort. Mitten in diesem Ort liegt die Schule EPCM. Die gute Nachricht: Sie blieb vom Wasser verschont. Schulleiterin Victoire Irambona macht auf eine stille Belastung aufmerksam: Die Lehrkräfte kommen kaum zur Schule. Der direkte Weg ist regelmäßig überflutet, der Ausweichweg hinter der Schule nicht mehr befahrbar. Doch das Team in Gatumba nutzt daher Fahrradtaxis um zur Schule zu kommen, doch die kosten Geld, das ohnehin knapp ist. Die Überschwemmungen führen zu großen Herausforderungen und erschweren den Alltag enorm.
Allgemein, Schule EPCM

Anfang des Jahres war Sabine vom Senior Expert Service (SES) für knapp 4 Wochen zu Besuch in Burundi. Sabine ist Koordinatorin beim SES und hat jahrelange Lehrerfahrung. Sie wurde über Ingo Schönleber, der schon zwei Mal Lehrerfortbildungen in Burundi organisiert hat, zur EPCM und Burundikids e.V. vermittelt und schließt damit bewusst an sein Angebot an. Die burundischen Lehrkräfte selbst äußerten den Wunsch nach weiteren Fortbildungen.
Sabine möchte auf der Basis von Hospitationen des Unterrichts und Interviews mit den Lehrkräften Fortbildungen entwickeln. Während ihres Aufenthalts in Burundi konnte sie sich in verschiedenen Fächern und Klassen einen Überblick verschaffen, darunter Französisch, Naturwissenschaften, Englisch sowie Bank- und Versicherungswesen in der 2. und 8. Klasse.
Die Ziele für ihren Aufenthalt umfassten: das digitale Lernen an der EPCM zu fördern, eine langfristige Struktur für Fortbildungen zu entwickeln und die Qualität der Lehre weiter zu verbessern.
Allgemein, Schule EPCM

An der EPCM (Ecole Polyvalente Carolus Magnus) in Kajaga können sich Schüler*innen nicht nur zwischen dem technischen und naturwissenschaftlichen Abitur entscheiden, sondern haben auch einige Optionen von Ausbildungsgängen, darunter z.B. PTA (pharmazeutisch-technische Assistenz), Laborassistenz, Krankenpflege.
Die aktuellen Schüler*innen-Zahlen zeigen:
Im Fachbereich Krankenpflege lernen mehr als doppelt so viele Mädchen wie Jungen. Krankenpflege gilt auch in Burundi häufig noch zu den „typischen Frauenberufen“. Allerdings sind Fürsorge und Verantwortung keine Frage des Geschlechts und wir freuen uns zu sehen, dass der Berufszweig auch zunehmend von jungen Männern gewählt wird!
Burundikids e.V. setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Jungen gleichermaßen Zugang zu allen Bildungs- und Berufswegen erhalten und sich junge Menschen unabhängig von Rollenbildern für einen Beruf entscheiden können.
Allgemein, Schule EPCM
Die Schüler*innen der EPCM feierten ihre Kultur beim Abschlussfest. Die Programmpunkte waren breit gefächert: Gedichtrezitationen auf Französisch und Englisch, Sketche und Spiele, traditionelle Tänze, Trommelaufführungen mit den „Ingoma“-Trommeln, verschiedene Präsentationen wie z.B. aus dem Karate-Club, dem Club der „angehenden Genies“, Seifenherstellung, sowie moderne Tänze und Lieder.
Gute Abschlüsse, Erfolgreiche Schüler*innen und stolze Lehrer*innen: Die Zeugnisvergabe war ein Fest! Der Direktor der EPCM war sichtlich stolz, als er verkündete, dass die Schule erneut als Prüfungsort der staatlichen Abschlussprüfungen genutzt wurde und auch alle Teilnehmer*innen beim Exam der 9. Klasse sehr gut abgeschlossen haben – alle haben bestanden! Eine super Leistung der Schüler*innen und ein großes Lob an die Lehrkräfte!
Allgemein, Schule EPCM

Santha Carelle war Schülerin an der EPCM Kajaga. Heute studiert sie Pharmazie an der Universität in Bujumbura. In einem Brief erzählt sie uns, wie herausfordernd aber motivierend der Start ins neue Studienjahr war, inklusive intensiver Kurse und ersten Prüfungen.
Solche Rückmeldungen zeigen uns: Unsere ehemaligen Schüler*innen gestalten zielstrebig und selbstbewusst ihre Zukunft. Und manchmal führt der Weg von einem Klassenzimmer in Kajaga bis in den Hörsaal einer Universität!
Wir wünschen Santha und allen ehemaligen Schüler*innen viel Erfolg!
Das Stipendium von Santha wird finanziert von unseren Partner*innen von Apotheker ohne Grenzen.
Allgemein, Schule EPCM

Der Concours national in Burundi ist eine Art Abschlussprüfung für die 9. Klassen, die das Ende der Unterstufe markiert und zum Zugang zur weiterführenden Bildung berechtigt. Sie wird jährlich vom Bildungsministerium in ausgewählten Testzentren durchgeführt.
Im Jahr 2025 schrieben 85.210 Schüler*innen den Test in ca. 3.000 Prüfungszentren. Die Prüfung besteht aus schriftlichen Tests in verschiedenen Fächern, darunter Französisch, Mathematik, Sozialkunde und Kirundi. Der Concours national ist ein wichtiges Ereignis im burundischen Bildungssystem und stellt einen wichtigen Schritt für Schüler*innen auf ihrem Bildungsweg dar – für viele ist er entscheidend für den weiteren Lebensweg. Eine gute Vorbereitung ist daher viel wert.
Direktor Néhémie Nduwimana von der Ecole Polyvalente Carolus Magnus in Kajaga schreibt dazu:
„Die EPCM in Kajaga ist ein Zentrum für den Concours national und die späteren Examens d’Etat (Abiturprüfungen). Diese Schule, die am Strand des Tanganjikasees liegt, hat einen glänzenden Ruf in der Provinz und im ganzen Land. In diesem Schuljahr hat sich die Qualität des Unterrichts exzellent in den Ergebnissen der Prüfungen niedergeschlagen, die die Schüler*innen und Schüler erhalten haben:
Von 44 Mädchen und Jungen, die diese Prüfung abgelegt haben, haben 36 sie mit einer Note über 100/200 und 8 mit einer Note zwischen 85,5 und 99/200 bestanden – eine Erfolgsquote von 100 Prozent!
Die Schulleitung freut sich über diesen tollen Erfolg, und die Schüler*innen und Eltern zeigten angesichts der Ergebnisse ihre Zufriedenheit gegenüber der EPCM Kajaga. All dies hat seine Wurzeln in der guten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bildungspartnern: Eltern – Kollegien – Schulverwaltung – und nicht zu vergessen BURUNDI KIDS, die einen wichtigen Platz in der Geschichte der Schule einnehmen.
Es lebe die Bildung!“