Gut vorbereitet in die Staatsprüfungen

Die Schule EPCM blickt auf ein intensives Schuljahr zurück. Herausfordernd für das Lehrpersonal und die Schülerschaft waren vor allem die Bewältigung des Schul- bzw. Arbeitswegs aufgrund des weiterhin bestehenden Treibstoffmangels, Unregelmäßigkeiten in der Stromversorgung und mehrere Trauerfälle in der Schulgemeinschaft.

Der Standort Gatumba kämpft zudem mit dem den Anstieg des Wasserstands des Tanganjikasees – wodurch immer eine Überschwemmungsgefahr droht. Bislang ist jedoch glücklicherweise nichts passiert.

Nun haben die Abiturprüfungen 2026 begonnen und die EPCM ist eine der offiziellen Prüfungszentren. Unter den insgesamt 400 Prüflingen sind ca. 130 von der EPCM selbst.

Schulleiter Dr. Floribert Dundaguza schreibt: „Wir gehen mit guten Ergebnissen aus diesem Schuljahr ins Jahresende, sowohl in den unteren als auch in den Abschlussklassen. Wir hoffen, dass das nächste Schuljahr weniger herausfordernd wird. Es wird ein besonderes Jahr, in dem wir auf das 20-jährige Bestehen der EPCM zurückblicken werden.”

113 Abschlüsse, 113 neue Perspektiven

113 Absolvent*innen an der EPCM – Wir gratulieren herzlich zum Abschluss!
Mit einer Erfolgsquote von 85 % bei den staatlichen Prüfungen verlassen stolze Absolvent*innen aus den fünf Fachbereichen Pharmazie, Krankenpflege, Labor, Naturwissenschaften und Bank-/Versicherungswesen die Schule.
Der Schuldirektor sowie Vertreter*innen des Bildungsministeriums und Gesundheitsministeriums waren sichtlich stolz auf die Erfolge der Schüler*innen und der ganzen Schule. Die erfolgreiche Arbeit und Lehre an der EPCM wurde mit folgenden Worten gewürdigt:

„Um ein Jahr erfolgreich zu gestalten, muss man Reis anpflanzen; um zehn Jahre erfolgreich zu gestalten, muss man Bäume pflanzen; um ein Jahrhundert erfolgreich zu gestalten, muss man Kinder ausbilden.“

Kinder zu unterstützen ist nicht nur eine Investition in die einzelnen Personen, sondern auch in die Zukunft. Dieser Überzeugung sind wir bei BURUNDI KIDS seit über 20 Jahren.

 

Gemeinsam durch ein erfolgreiches Schulquartal

Wir haben wieder Neuigkeiten von Dr. Floribert Dundaguza, dem Schuldirektor der EPCM erhalten!Das zweite Quartal an der EPCM ist insgesamt erfolgreich verlaufen – trotz einiger Herausforderungen wie der erschwerten Anreise durch Treibstoffmangel oder hohe Wasserstände am Rusizi-Fluss und dem Tanganjikasee. Daher umso erfreulicher, dass es in diesem Zeitraum keine Lehrerabgänge gab! Ein Highlight war diesen Monat außerdem die offizielle Abschlussfeier des Jahrgangs 2025.

Floribert richtet einen großen Dank an BURUNDI KIDS für die fortlaufende Unterstützung der Schule – und damit auch an alle unsere Unterstützer*innen!

Schule trotz Hochwasser: Die Lage in Gatumba

Anfang April war unser Kollege vor Ort in Gatumba und hat sich ein Bild von der aktuellen Lage gemacht. Seit Ende März kämpft die Region erneut mit Überschwemmungen: überflutete Häuser, unpassierbare Wege, täglich neue Herausforderungen für die Menschen dort. Mitten in diesem Ort liegt die Schule EPCM. Die gute Nachricht: Sie blieb vom Wasser verschont. Schulleiterin Victoire Irambona macht auf eine stille Belastung aufmerksam: Die Lehrkräfte kommen kaum zur Schule. Der direkte Weg ist regelmäßig überflutet, der Ausweichweg hinter der Schule nicht mehr befahrbar. Doch das Team in Gatumba nutzt daher Fahrradtaxis um zur Schule zu kommen, doch die kosten Geld, das ohnehin knapp ist. Die Überschwemmungen führen zu großen Herausforderungen und erschweren den Alltag enorm.

Expertin zu Gast in Burundi

Anfang des Jahres war Sabine vom Senior Expert Service (SES) für knapp 4 Wochen zu Besuch in Burundi. Sabine ist Koordinatorin beim SES und hat jahrelange Lehrerfahrung. Sie wurde über Ingo Schönleber, der schon zwei Mal Lehrerfortbildungen in Burundi organisiert hat, zur EPCM und Burundikids e.V. vermittelt und schließt damit bewusst an sein Angebot an. Die burundischen Lehrkräfte selbst äußerten den Wunsch nach weiteren Fortbildungen.Sabine möchte auf der Basis von Hospitationen des Unterrichts und Interviews mit den Lehrkräften Fortbildungen entwickeln. Während ihres Aufenthalts in Burundi konnte sie sich in verschiedenen Fächern und Klassen einen Überblick verschaffen, darunter Französisch, Naturwissenschaften, Englisch sowie Bank- und Versicherungswesen in der 2. und 8. Klasse.Die Ziele für ihren Aufenthalt umfassten: das digitale Lernen an der EPCM zu fördern, eine langfristige Struktur für Fortbildungen zu entwickeln und die Qualität der Lehre weiter zu verbessern.

Update EPCM

An der EPCM (Ecole Polyvalente Carolus Magnus) in Kajaga können sich Schüler*innen nicht nur zwischen dem technischen und naturwissenschaftlichen Abitur entscheiden, sondern haben auch einige Optionen von Ausbildungsgängen, darunter z.B. PTA (pharmazeutisch-technische Assistenz), Laborassistenz, Krankenpflege.Die aktuellen Schüler*innen-Zahlen zeigen:Im Fachbereich Krankenpflege lernen mehr als doppelt so viele Mädchen wie Jungen. Krankenpflege gilt auch in Burundi häufig noch zu den „typischen Frauenberufen“. Allerdings sind Fürsorge und Verantwortung keine Frage des Geschlechts und wir freuen uns zu sehen, dass der Berufszweig auch zunehmend von jungen Männern gewählt wird!

Burundikids e.V. setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Jungen gleichermaßen Zugang zu allen Bildungs- und Berufswegen erhalten und sich junge Menschen unabhängig von Rollenbildern für einen Beruf entscheiden können.