EPCM: die PTA-Schule als landesweite Referenz

Die Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) ist nach wie vor die einzige Schule in Burundi, die PTAs (pharmazeutisch-technische Assistent*innen) ausbildet. Sie verfügt dafür über ein sehr gut ausgestattetes Labor und qualifiziertes Personal. Leiter des Labors ist Emmanuel Ndayikengurukiye, der gleichzeitig als Koordinator für Praktika auch zuständig für die gesamte praktische Ausbildung der Schüler*innen ist.

Die zukünftigen PTAs schwärmen regelmäßig aus, um Praktika zu absolvieren in Apotheken für Einzelhandel und Großhandel, Kliniken und anderen Einrichtungen – wie zum Beispiel der ABREMA (Autorité Burundaise de Régulation des Médicaments à usage humain et des Aliments), die für die Inspektion und die Genehmigung der Einfuhr von Arzneimitteln zuständig ist. Praktikant*innen nimmt auch die noch relativ junge Pharmacie Yacu auf – die Lehr-Apotheke von Burundikids e.V. und Fondation Stamm im Süden Bujumburas.

Ndayikengurukiye geht selbst regelmäßig auf Tour, um die Praktikant*innen in ihren Einsatzorten zu besuchen und nach dem Rechten zu sehen. Die Qualität der Ausbildung liegt ihm am Herzen. Bei den Besuchen trifft er auch einige seiner ehemaligen Schüler*innen und PTA-Schüler*innen treffen auf Absolvent*innen der EPCM. Entsprechend freudig sind dann die Wiedersehen.

Für praktische Arbeiten im Labor kommen Studierende in die EPCM. Dafür gibt es eine Kooperation mit der Hochschule INUSSAD (Institut Universitaire des Sciences de la Santé et du Développement). Die Studierenden müssen Arbeiten u.a. in Chemie, Pharmazie, Galenik absolvieren, die sie für ihren Abschluss benötigen. Betreut werden sie dabei ebenfalls vom EPCM-Laborleiter. Der Kontakt zur Hochschule hat einen weiteren Vorteil: PTA-Absolvent*innen der Schule EPCM können sich mit ihrem Diplom auf der INUSSAD bewerben.