Schutz für empfindliche Haut

Letzten Monat wurde im Kinderheim Kayanza Körperöl zum Sonnenschutz an Kinder mit Albinismus verteilt. 32 Kinder haben von dieser Aktion profitiert, einige werden vom Zentrum unterstützt, auch wenn sie nicht dort wohnen. Aktuell leben 20 Kinder direkt im Zentrum, darunter vier im Vorschulalter.

Sonnenschutz ist besonders für Menschen mit Albinismus eine wichtige Gesundheitsvorsorge und wir bei Burundikids freuen uns, die Versorgung in Kayanza unterstützen zu können. Burundikids e.V. unterstützt das Heim von Beginn an, seit 2011.

Gemeinsam durch ein erfolgreiches Schulquartal

Wir haben wieder Neuigkeiten von Dr. Floribert Dundaguza, dem Schuldirektor der EPCM erhalten!Das zweite Quartal an der EPCM ist insgesamt erfolgreich verlaufen – trotz einiger Herausforderungen wie der erschwerten Anreise durch Treibstoffmangel oder hohe Wasserstände am Rusizi-Fluss und dem Tanganjikasee. Daher umso erfreulicher, dass es in diesem Zeitraum keine Lehrerabgänge gab! Ein Highlight war diesen Monat außerdem die offizielle Abschlussfeier des Jahrgangs 2025.

Floribert richtet einen großen Dank an BURUNDI KIDS für die fortlaufende Unterstützung der Schule – und damit auch an alle unsere Unterstützer*innen!

Neues vom CPEI

Im Juni 2026 hat das Weiterbildungszentrum CPEI (Centre de Perfectionnement en Electromécanique Industrielle) seine Arbeit mit großem Engagement fortgesetzt.Im Mittelpunkt stand die praxisnahe Ausbildung der Teilnehmenden des 18-monatigen Berufsbildungsprogramms in der Werkstatt. Von den Grundlagen der Elektromotoren, über Steuerungssysteme bis hin zu praktischen Verkabelungsarbeiten und sicherem Umgang mit den Geräten.

Im Juni wurden außerdem neue Auszubildende einer Kooperation am CPEI begrüßt. Diese haben Fortbildungen in den Bereichen Mechanik, Hauselektrik und Solarenergie (Photovoltaik), Schweißen und Tischlerei sowie Schneiderei gewählt. Das Programm eröffnet jungen Menschen einen Weg in die berufliche Selbstständigkeit.Leider gab es aber auch Herausforderungen für das Ausbildungszentrum: Durch die große Nachfrage entstand ein Mangel an Arbeitsmaterial sowie an Ausbilder*innen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, diese Lücken zu schließen, um den jungen Menschen eine bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen.

Aktuelles aus der Nothilfe

In der DR Kongo und in Uganda sind neue Ebola-Ausbrüche aufgetreten. Die Epidemieherde liegen weniger als 400 Kilometer von Burundi entfernt und die Gesundheitsbehörden befürchten eine Einschleppung nach Burundi. Burundis Regierung hat daraufhin die höchste Alarmbereitschaft ausgerufen.Auch unser medizinisches Team in Gateri trifft Vorbereitungen: Die Kolleg*innen informieren die Bevölkerung vor Ort über Symptome wie Fieber, starke Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall. Sie erklären auch, wie Übertragung funktioniert und wie man sich schützt. Besonders Hygienemaßnahmen werden gestärkt und bei der Bevölkerung betont. Eine Hotline zur Meldung von Verdachtsfällen ist bereits eingerichtet.

Im Mai haben unsere Kolleg*innen im Notlager Gateri täglich medizinische Sprechstunden durchgeführt und insgesamt 305 Menschen behandelt, 113 davon waren Kinder unter fünf Jahren. Die häufigsten Diagnosen: Malaria, Darmparasiten, Hautinfektionen, urogenitale Infektionen. Das sind Erkrankungen, die eng mit den Lebensbedingungen vor Ort zusammenhängen: unterbrochene Trinkwasserversorgung, marode Sanitäranlagen und Regenzeit.Neben der Behandlung von Krankheiten ist auch Prävention ein großes Anliegen der Arbeit vor Ort: Aufklärungskampagnen zu Hygiene, Ernährung und Durchfallerkrankungen, vor allem für Familien mit kleinen Kindern.

Geschlechtsspezifische Gewalt bleibt weiterhin ein Thema, das unsere Aufmerksamkeit fordert. Auch im Notlager in Gateri gibt es daher extra eine Anlaufstelle für Betroffene, bei der sie Schutz und Hilfe, sowie psychologische Betreuung finden können.Im Mai wurden 14 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt bei unseren Kolleg*innen vor Ort bekannt. Die betroffenen Mädchen und Frauen leiden unter körperlicher Gewalt, sexuellen Übergriffen, psychischer Gewalt oder wirtschaftlicher Kontrolle (z.B. durch den Entzug von Lebensgrundlagen), die in den meisten Fällen von Familienmitgliedern oder Partnern ausgeübt wird. Das Team bietet neben der psychologischen Betreuung auch Mediationsbesuche und Sensibilisierungsmaßnahmen an. Auch die konkrete Einbindung von Männern, in Form von Gruppengesprächen zur Sensibilisierung zu geschlechtsspezifischer Gewalt, findet statt.

Wiederverwendbare Binden sind eine sinnvolle Lösung, besonders für Frauen und Mädchen deren Einkommenssituation instabil ist. Voraussetzung für die Nutzung ist natürlich: Sie müssen gewaschen und getrocknet werden können. Im Flüchtlinsglager Gateri war das im Mai kaum möglich. Die Regenzeit hielt länger an als geplant, die Regen waren stärker als sonst, Möglichkeiten zum vollständigen Trocknen der Binden fehlten. Dadurch stieg die Gefahr von Infektionen. Als direkte Reaktion auf den gestiegenen Bedarf haben unsere Kolleg*innen vor Ort weitere Binden verteilt. Gleichzeitig liefen Informationsveranstaltungen zu Intimhygiene und Wassernutzung, koordiniert mit dem zuständigen Gesundheitsbezirk.
Das Projekt wird Dank der Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen und action medeor finanziert.

Im Juni 2026 verzeichnete unsere Gesundheitsstation in Gateri 340 Konsultationen und bleibt damit die einzige funktionierende Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung der lokalen Bevölkerung. Kinder unter 18 Jahren machten mit 123 Konsultationen gut ein Drittel aller Patient*innen aus (36,2 %). Für viele Familien in Gateri ist diese Station die einzige medizinische Versorgung, die erreichbar ist.
Im Juni waren auch die Temperaturen von über 30 °C schwierig für das Team und die Station selbst: Die Hitze im Container war nicht nur unangenehm für Personal und Patient*innen, sondern gefährdete auch die Lagerung temperaturempfindlicher Medikamente. Die Lösung kam durch ein neues isolierendes Strohdach über dem Container. Einfach, günstig und wirksam, die Innentemperatur sank spürbar, die Medikamente sind wieder sicher gelagert.

 

Vom Unterricht in die Praxis: Ausbildung am CPEI

Das Centre de Perfectionnement en Electromécanique Industriel (CPEI) in Bujumbura hat neun Absolvent*innen der École La Réponse in Makamba (Provinz Burunga) Praktika ermöglicht, mit Schulungen in Hauselektrik und Photovoltaik. Ziel ist es dabei, junge Menschen praxisnah auf das Berufsleben vorzubereiten und so die nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinden zu stärken. Vor allem Mädchen werden hier ermutigt, auch in von Männern dominierten Berufe einzusteigen und das eigene Potenzial zu entfalten!

Neue Internetverbindung an der ETO

Erfreuliche Nachrichten von der Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega:Der Unterricht läuft stabil nach Plan, die Lehrpläne schreiten gut voran und die Abschlussklassen bereiten sich intensiv auf die nationalen Prüfungen vor. Besonders erfreulich ist das große Engagement der Lehrkräfte vor Ort. In den letzten Jahren hatten immer wieder viele Lehrkräfte das Land verlassen, doch zum Glück ist das an der ETO aktuell kein Thema.

Einen großen Fortschritt gab es zuletzt in der Ausstattung der Schule: Sie verfügt jetzt über eine Starlink-Internetverbindung! Diese eröffnet zuverlässige Möglichkeiten für digitalen Unterricht und den Zugang zu modernen Lernressourcen.