Gelebte Partnerschaft

Die Ecole Technique de l‘Education Environnementale (ETEE) in Ngozi und das Fichte Gymnasium in Karlsruhe verbindet eine langjährige und enge Schulfreundschaft.Das Fichte Gymnasium repräsentiert diese regelmäßig bei unterschiedlichen Veranstaltungen, wie zuletzt auf zwei Märkten in Karlsruhe, auf denen engagierte Schüler*innen und Lehrkräfte in Burundi hergestellte Karten und einige in der burundischen Schneiderei genähte Produkte, wie Taschen, Geldbörsen, Puppen etc., sowie einige Bastelarbeiten und Kuchen und Kaffee verkauft haben und eine erfreuliche Spendensumme erzielen konnten, die nun der ETEE zu Gute kommt. Die Schulen tauschten Weihnachtsgrüße und Updates per Post aus, schickten Fotos und teilten einander große Freude und Wertschätzung mit. Die ETEE berichtete im Brief auch von den jüngsten Ereignissen: einem Kulturabend und einem Sportfest.Mit Unterstützung des Fichte Gymnasiums konnte die ETEE einige Ziegen anschaffen und eine eigene Ziegenzucht starten – mit Erfolg: in 3 Monaten werden die ersten Nachwuchs-Zicklein erwartet.Zudem wurde an der ETEE mit dem Anbau von Kaffee begonnen. Bis zur ersten Ernte wird es zwar noch etwas dauern, doch die Vorfreude auf „Partnerschaftskaffee“ aus Ngozi ist bereits groß.

Burundikids e.V. initiierte die Partnerschaft und begleitet sie bis heute. Wir freuen uns über eine so enge, stabile und lebendige Schulpartnerschaft!Wir freuen uns außerdem, dass die Verbindung der beiden Schulen die Länderpartnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg stärkt.

Eine Schulpartnerschaft trägt Früchte

Das Fichte Gymnasium in Karlsruhe unterstützte die Landwirtschaftsschule (ETEE) in Ngozi maßgeblich finanziell bei der Umsetzung eines Aufforstungsprojektes. Die ETEE hat eine eigene Baumschule, in der durch diese Kooperation 4000 Setzlinge gepflanzt wurden, wovon 2300 am Ende erfolgreich aufgezogen und verteilt werden konnten.
Der Erfolg ist mehrschichtig:

  • Bildung: Die Schüler erleben, wie wichtig nachhaltige Landwirtschaft ist.
  • Gutes Image: Das Engagement der Schule stärkt ihre Rolle in der Gemeinschaft.
  • Partnerschaft mit dem Fichte-Gymnasium macht den Erfolg dieses Projekts erst möglich.
  • Haushalte profitieren von Obst, Holz & Tiernahrung.

Biodiversität in Burundi

In der neuen Baumschule der Landwirtschaftsschule (ETEE) hat die Produktion von Agroforst-, Obst- und Forstpflanzen begonnen.
Es wurden verschiedene Pflanzen gesetzt:

    • Futterpflanzen: Calliandra
    • Holzbäume: Grevilla, Maesopsis, Eukalyptus
    • Nahrungsmittel: Avocado, Japanische Pflaume, Papaya

Viele der Pflanzen tragen darüber hinaus zu einer Verbesserung des Bodens bei, haben zusätzlich medizinische Verwendung oder bieten Wind- und Erosionsschutz.

Symbol einer Partnerschaft

Bei ihrem Besuch in Ngozi, im Norden Burundis, hatten Schüler*innen des Karlsruher Fichte-Gymnasiums im Februar 2024 zusammen mit burundischen Schüler*innen der Ecole Technique de l’Education Environnementale (ETEE) ein Bäumchen auf dem ETEE-Schulgelände gepflanzt. Dort wird es seitdem gehegt und gepflegt.
Als Zeichen der Verbundenheit und Partnerschaft, die wachsen und Bestand haben soll wie dieses Bäumchen, steht es gut sichtbar am Eingang des Geländes.

Das Fichte-Gymnasium gewinnt einen Preis für seine Partnerschaft

Die „Eine-Welt-Burundi-AG“ des Karlsruher Fichte-Gymnasiums hat am Wettbewerb „Glücksmomente“ teilgenommen – und kam unter die Prämierten!

Der Wettbewerbsbeitrag hatte den Titel „Glück entsteht durch Teilen von Glück“. „Besonders viele Glücksmomente durften wir bei unserem Besuch unserer Partnerschule in Burundi im Februar dieses Jahres erfahren – aber z.B. auch bei dem anschließenden Benefizabend an unserer Schule“, schreiben die engagierten Schüler*innen. Drei Schülerinnen und zwei Lehrerinnen waren gemeinsam mit BURUNDI KIDS im Februar zu Besuch in Burundi. Dass jede Person auch ihre ganz individuelle Sicht auf Glück hat, das haben die drei Schülerinnen und ihre Lehrerinnen gemerkt, als sie Schüler*innen an der ETEE in Ngozi gebeten haben, in einem Bild auszudrücken, was Glück für sie bedeute. Durch diesen Perspektivwechsel entstand ein buntes Potpourri an Glücksmomenten aus zwei Teilen der Welt.

Anfang des neuen Schuljahres dann die freudige Nachricht: sie zählen zu den Preisträger*innen. Zwischenzeitlich hatte die Burundi-AG am „Fichte“ Verstärkung bekommen und somit konnten 20 Schüler*innen zur Preisverleihung nach Stuttgart, um den 3. Preis und ein Preisgeld von 900€ von Kultusministerin Theresa Schopper entgegenzunehmen. Das Fichte-Gymnasium spendet das Preisgeld für die Partnerschule in Ngozi Burundi.

Gelebte Partnerschaft: Besuch des Fichte-Gymnasiums in Ngozi

Als die Schüler*innen wieder einmal frustriert von einer „Fridays For Future“-Demo zurück ins Klassenzimmer kamen, war für sie klar: sie wollen mehr – und konkreter werden. Ihrer damaligen Lehrerin, Simone Naujock, kam dann spontan BURUNDI KIDS-Mitarbeiter Philipp Ziser in den Sinn, den sie aus ihrer früheren Zeit an einer anderen Schule her kannte, und erinnerte sich an dessen Engagement.

Kurze Zeit später stand Philipp im Klassenzimmer des Fichte-Gymnasiums in Karlsruhe und erzählte zur Arbeit in Burundi. Der Kontakt war nicht der erste zwischen Burundikids e.V. und dem „Fichte“. Bereits Jahre zuvor hatte es einen Austausch und Spendenaktionen gegeben. Diesmal sollte aber mehr daraus werden: eine Schulpartnerschaft.

Zügig kam der Kontakt zustande zur Ecole Technique de l’Education Environnementale (ETEE) in der nördlichen Provinz Ngozi. Es folgten Korrespondenzen und der Austausch von Fotos zwischen Schülerschaft und Lehrer*innen bzw. Direktion. Das Karlsruher Burundi-Team wuchs.

Dann stand sie plötzlich im Raum: die Idee, nach Burundi zu reisen. Was zuerst in weiter Ferne zu liegen schien und letztendlich ein Jahr Vorbereitung bedeutete, wurde schließlich wahr: drei Schülerinnen und zwei Lehrerinnen, Simone Naujock und Katrin Lunkenheimer, flogen nach Burundi. Die eindrucksvolle Reise hielten sie in einem Reisetagbuch fest. Fun Fact: dass sie dabei von unseren Kollegen Philipp begleitet würden, erfuhren sie erst, als er sie bei Ankunft am Flughafen in Bujumbura überraschte.

Zurück in Karlsruhe mussten die Schülerinnen erst einmal durch die Abiturprüfungen. Doch dann war Zeit für den Burundi-Abend am Fichte-Gymnasium, bei dem sie der Schulgemeinschaft über die Reise und vielen Eindrücke berichteten. Zur Unterstützung war die BURUNDI KIDS Arbeitsgruppe Karlsruhe mit einem Info- und Produktstand dabei. Bei der Aktion sammelten die Schülerinnen auch Spenden für eine geplante Aktion: die ETEE wollen sie mit Lehrmaterial unterstützen. Und: gemeinsam Setzlinge für Bäume finanzieren, um zur wichtigen Wiederaufforstung Burundis einen kleinen Teil beizutragen.

Und dann wäre da noch die Idee eines Gegenbesuchs in Karlsruhe…