Neues vom CPEI

Im Juni 2026 hat das Weiterbildungszentrum CPEI (Centre de Perfectionnement en Electromécanique Industrielle) seine Arbeit mit großem Engagement fortgesetzt.Im Mittelpunkt stand die praxisnahe Ausbildung der Teilnehmenden des 18-monatigen Berufsbildungsprogramms in der Werkstatt. Von den Grundlagen der Elektromotoren, über Steuerungssysteme bis hin zu praktischen Verkabelungsarbeiten und sicherem Umgang mit den Geräten.

Im Juni wurden außerdem neue Auszubildende einer Kooperation am CPEI begrüßt. Diese haben Fortbildungen in den Bereichen Mechanik, Hauselektrik und Solarenergie (Photovoltaik), Schweißen und Tischlerei sowie Schneiderei gewählt. Das Programm eröffnet jungen Menschen einen Weg in die berufliche Selbstständigkeit.Leider gab es aber auch Herausforderungen für das Ausbildungszentrum: Durch die große Nachfrage entstand ein Mangel an Arbeitsmaterial sowie an Ausbilder*innen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, diese Lücken zu schließen, um den jungen Menschen eine bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen.

Vom Unterricht in die Praxis: Ausbildung am CPEI

Das Centre de Perfectionnement en Electromécanique Industriel (CPEI) in Bujumbura hat neun Absolvent*innen der École La Réponse in Makamba (Provinz Burunga) Praktika ermöglicht, mit Schulungen in Hauselektrik und Photovoltaik. Ziel ist es dabei, junge Menschen praxisnah auf das Berufsleben vorzubereiten und so die nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinden zu stärken. Vor allem Mädchen werden hier ermutigt, auch in von Männern dominierten Berufe einzusteigen und das eigene Potenzial zu entfalten!

Weiterbildung in Industrieller Elektromechanik

Das Zentrum CPEI ist unsere Lehrwerkstatt, es unterstützt vor allem benachteiligte Jugendliche, darunter auch Studierende mit Hochschulabschluss. Mit Fortbildungen bietet das CPEI jungen Menschen die Möglichkeit, technische Fähigkeiten zu erwerben und sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Abhängig von der Ausbildungsdauer – die entweder 6, 8 oder 12 Monate beträgt – erhalten die Absolvent*innen entweder Zertifikate oder Berufsabschlüsse.

Co-initiiert und betrieben von Burundikids e. V., ist das CPEI seit 2020 ein zentraler Ort für Qualifizierung und Empowerment. Aktuell machen 36 junge Menschen eine Fortbildung am CPEI – die Hälfte davon werden unterstützt durch ein Programm der KCB Bank, eine lokale Kooperation!Ein Teilnehmer berichtet: „Nach der Ausbildung will ich ein Coach für andere junge Menschen sein. Außerdem kann ich künftig auch elektrische Geräte wie Kühlschränke reparieren. Langfristig möchte ich mit Unterstützung von KCB eine Schweißerei eröffnen.“ Ein anderer erzählt: „Viele auf dem Land müssen weite Strecken zurücklegen, um ihre Telefone zu laden. Das möchte ich ändern. Ich will mein Wissen mit anderen teilen und gemeinsam mit jungen Menschen Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien umsetzen.“

Planungsworkshop

Der Leiter der Lehrwerkstatt CPEI (Centre de Perfectionnement en Electromécanique Industriel), Justin Ndikumana reiste nach Uganda, um dort an einem regionalen Planungsworkshop teilzunehmen.

Organisiert hat den Workshop die Handwerkskammer Koblenz mit Unterstützung des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die HWK ist seit 2020 in der Region engagiert beim Aufbau von technischen und beruflichen Qualifizierungen und Ausbildungen und möchte auch zur Vernetzung zwischen den Organisationen und Akteur*innen in den Ländern Ostafrikas beitragen.

Zuvor war der Koordinator der HWK in der Region in Burundi und hatte die Werkstatt CPEI besucht.

Kooperationen in Burundi

Zu unserer Arbeit zählt auch, Kooperationen und Partnerschaften zwischen den Institutionen, Organisationen und Unternehmen in Burundi anzuregen und anzuschieben.

So kam es zum Kontakt zu einem lokalen Pharmaunternehmen in Bujumbura, das einen Besuch in seinem Werk akzeptierte. Mit dabei war u.a. Emmanuel Ndayikengurukiye, Leiter des Labors der Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) und Koordinator der Praktika, der sich anschließend um den weiteren Kontakt mit der Firma kümmerte.

Zum Gegenbesuch kam der Direktor des Pharmaunternehmens in die Werkstatt CPEI (Centre de Perfectionnement en Electromécanique Industriel), zusammen mit einigen seiner leitenden Mitarbeitenden. Das Unternehmen hat immer Bedarf an qualifiziertem technischem Personal, das Maschinen instand halten kann. Absolvent*innen des CPEI sind dafür bestens ausgebildet.
Darüber hinaus streben die Kolleg*innen noch eine Zusammenarbeit des Unternehmens mit der EPCM an. Genauer gesagt, mit der dortigen PTA-Abteilung (pharmazeutisch-technische Assistenz).