Allgemein, Schule EPCM
Anfang April war unser Kollege vor Ort in Gatumba und hat sich ein Bild von der aktuellen Lage gemacht. Seit Ende März kämpft die Region erneut mit Überschwemmungen: überflutete Häuser, unpassierbare Wege, täglich neue Herausforderungen für die Menschen dort. Mitten in diesem Ort liegt die Schule EPCM. Die gute Nachricht: Sie blieb vom Wasser verschont. Schulleiterin Victoire Irambona macht auf eine stille Belastung aufmerksam: Die Lehrkräfte kommen kaum zur Schule. Der direkte Weg ist regelmäßig überflutet, der Ausweichweg hinter der Schule nicht mehr befahrbar. Doch das Team in Gatumba nutzt daher Fahrradtaxis um zur Schule zu kommen, doch die kosten Geld, das ohnehin knapp ist. Die Überschwemmungen führen zu großen Herausforderungen und erschweren den Alltag enorm.
Allgemein, Mutter Kind Heim

Im Mutter-Kind-Heim Nyubahiriza in Mutakura wird das Angebot zur Teilnahme an verschiedenen psychologischen Maßnahmen gerne angenommen: Gruppengespräche, Vorträge, Einzelsitzungen. Die jungen Frauen zeigen viel Interesse und haben Fragen. Verschiedene Gesprächsformate bieten ausreichen Gelegenheit und Zeit, in den Austausch zu kommen und eigene Gedanken oder Sorgen zu teilen.
Viele der teilnehmenden Frauen zeigen bereits eine gestärkte Stabilität, sowie viel Dankbarkeit für die Unterstützung.
Allgemein, Straßenkinderheim

Familienreintegration ist ein zentrales Ziel der Arbeit im Straßenkinderheim Birashoboka. Der Platz eines Kindes ist nicht dauerhaft im Zentrum, sondern in seiner Familie. Nach einer Phase der Rehabilitation sucht das Fachpersonal gezielt nach leiblichen Familien oder Pflegefamilien. Wo finanzielle Schwierigkeiten eine Rückkehr erschweren, werden die Familien dabei begleitet, eine stabile Grundlage für die Aufnahme des Kindes zu schaffen.
Im letzten Jahr konnten so 17 von 28 neu aufgenommenen Kindern in ihre Familien zurückkehren. Zusätzlich wurden 6 Kinder reintegriert, die bereits länger im Heim waren.
Die Kinder werden in Birashoboka psychologisch und sozialpädagogisch betreut, gehen zur Schule und erzielen gute Noten, und pflegen mit Sport und Musik auch ihre kulturelle Identität! All diese Aktivitäten helfen den Kindern, Vertrauen aufzubauen, Gemeinschaft zu erleben und ihre Vergangenheit zu verarbeiten.
Allgemein, Mutter Kind Heim

Das Mutter-Kind-Heim Nyubahiriza in Mutakura ist ein Schutzraum für junge Mütter und ihre Kinder. Oft kommen die Frauen und Mädchen aus schwierigen familiären Situationen, wurden verstoßen oder mit einer Schwangerschaft allein gelassen. In Nyubahiriza bekommen sie Unterstützung und Fürsorge. Auch medizinische und psychologische Hilfsangebote bekommen sie hier.
Das Heim möchte den Frauen zu mehr Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein verhelfen und sie auf diesem Weg begleiten. Wenn möglich, sollen sie auch in ihre Familien und ursprünglichen Umfelder reintegriert werden – wenn sie dafür bereit sind und keine gewaltvollen Strukturen bestehen.
Zuletzt gab es Erfolgsgeschichten: Fünf Frauen konnten in die Gesellschaft reintegriert werden. Sie kamen entweder aus gewaltvollen Partnerschaften, wurden ungewollt schwanger oder wurden verstoßen und somit obdachlos. Im Centre Nyubahiriza konnten sie psychologische Begleitung, Traumabewältigung und einen Wiederaufbau des Selbstbildes erleben und sich erholen. Die Frauen äußerten nach einer Weile selbst den Wunsch, in eine Erwerbstätigkeit zu starten und sich selbst und ihren Kindern eine Existenz ermöglichen zu wollen. Bei dem Start in ihr unabhängiges Leben wurden sie zum Beispiel mit Startkapital unterstützt, um erste Mieten oder Landpacht bezahlen zu können.
Allgemein, Mutter Kind Heim
Im Centre Nyubahiriza, unserem Mutter-Kind-Heim in Bujumbura, gehört medizinische Versorgung fest ins Konzept der Einrichtung. Eine fest angestellte Krankenschwester ist die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Beschwerden, dokumentiert jeden Fall und organisiert bei Bedarf Überweisungen ans Krankenhaus Kajaga oder an Fachärzt*innen.
Ihre sorgfältigen Dokumentationen des Jahres 2025 zeigen, womit sie es am häufigsten zu tun hat: Fieber, Schnupfen und Atemwegsinfekte, Husten und Blähbauch. Letzterer ist in Burundi häufig ein Zeichen für Wurmbefall und wird entsprechend mit Entwurmungsmitteln behandelt, die zur medizinischen Grundversorgung von Kindern im Land gehören.
Neugeborene, die im angeschlossenen Krankenhaus auf die Welt kommen, erhalten ihre ersten Impfungen. Mütter werden bei gynäkologischen Beschwerden begleitet.
Allgemein, Mutter Kind Heim
Ende 2025 startete im Mutter-Kind-Heim Nyubahiriza unser Mental Health Programm; das Programm zielt auf die Verbesserung von mentaler Gesundheit und Stärkung von Resilienz von jungen Müttern in Burundi. Dafür sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden.
Ort der Umsetzung ist das Mutter-Kind-Heim Centre Nyubahiriza in Mutakura, Bujumbura. Hier leben Frauen, die oft aus gewaltvollen oder anderweitig schwierigen Lebenssituationen kommen und mit ihren Kindern im Heim aufgenommen wurden. Die jungen Frauen, die nicht selten selbst minderjährig sind, leiden oft unter Traumatisierungen, die unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen haben. Das Mental Health Programm möchte an dieser Stelle einen Unterschied machen und durch spezialisierte psychologische Arbeit eine Verbesserung im Leben der Frauen und somit auch ihrer Kinder ermöglichen.
Die erste Phase des Programms ist bereits erfolgreich beendet worden:
Zwei Psychologinnen des Heims wurden in den Themenfeldern „Bindung“ und „Kindesentwicklung“ geschult und „on the job“ supervisiert. Es wurden Protokolle zur Ergebnissicherung entwickelt und getestet und es wurden erste Strukturen implementiert.
Es freut uns besonders, dass bereits erste Erfolge zu verzeichnen sind:
Eine Frau litt unter Überforderung und emotionaler Überbelastung im Umgang mit ihrem Kind. Sie nahm an einigen Angeboten des Programms teil, wurde individuell betreut und zeigt nun eine deutliche Veränderung im Umgang mit ihrem Kind. Sie entwickelte Verständnis und emotionale Regulation und fühlt sich ruhiger und liebevoller sowie selbstbewusster im Umgang mit ihrem Kind. Auch zwei andere Frauen erlernten durch Schulungen und Gespräche ein neues Verständnis für die Entwicklungsstufen ihrer Kinder, konnten ihre Verhaltensmuster reflektieren und haben bereits begonnen, Muster zu verändern und sind engagiert in der Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung.
In der aktuell laufenden zweiten Phase geht es vor allem um traumasensible Fortbildungen, Notfallmanagement und auch eine Ausweitung auf lokale Kooperationen oder Bezugspersonen.