Allgemein, Nothilfe
Hilfe für Familien nach dem Hochwasser
Laut Berichten der Vereinten Nationen sind bis zu 90% der Kleinstadt Gatumba von den Überschwemmungen betroffen gewesen. Das sind 40.000 Menschen in der Region zwischen wirtschaftlicher Hauptstadt Bujumbura und Grenze des Nachbarstaats Demokratische Republik Kongo. Gerade einmal knapp über 1.100 Haushalte konnten in einem provisorisch eingerichteten Lager Zuflucht finden. Einige Familien hatten auch Unterschlupf bei den Einrichtungen des lokalen Partners von Burundikids e.V., Fondation Stamm, gefunden, insbesondere in der Vorschule in Gatumba.
In Zeiten der Corona-Pandemie ist das Hochwasser eine zusätzliche Belastung, sowohl für die betroffenen Familien als auch für die HelferInnen. KollegInnen der Fondation Stamm leisten Hilfe, wo sie können. Neben Lieferungen von Trinkwasser und medizinischer Versorgung bieten sie eine psychosoziale und auch juristische Begleitung an. Besonders kranke Fälle werden ins nahegelegene Krankenhaus der Fondation Stamm, Centre Médical Hippocrate (CMH) transferiert, wo sie kostenlos behandelt werden.
Neben der finanziellen und materiellen Unterstützung für die Betroffenen der Überschwemmungen versucht Burundikids e.V. außerdem auf den Schutz der Mitarbeitenden zu achten. Lieferungen von Schutzmasken und Anschaffung von Desinfektionsmitteln inklusive.
Allgemein, Nothilfe
Überschwemmungen in Burundi
Mitte April kam es erneut zu starken Regenfällen. Der Fluss Rusizi und der Tanganyikasee sind dadurch übergetreten und haben weite Teile der Region zwischen Bujumbura und der Grenze zur DR Kongo überschwemmt. Laut eines Berichts von UN OCHA sind 30.000 Menschen betroffen und haben sich in trockene Gebiete geflüchtet. Viele leben entlang der geteerten Hauptstraße und sind auf Hilfslieferungen angewiesen. Darunter sind auch MitarbeiterInnen des Centre Médical Hippocrate und der Ecole Polyvalente Carolus Magnus. Die Schule und das Krankenhaus in Kajaga sowie die Vorschule in Gatumba sind verschont geblieben. Auch dort erhalten betroffene Familien Unterschlupf. Andernorts können Tausende Kinder nicht weiterlernen, weil ihre Schulen unter Wasser stehen. An mehreren Stellen im Land kam es zudem zu Erdrutschen. Wichtige Zufahrtsstraßen sind abgesackt und machen einen Güterverkehr immer schwieriger.
Schreiner Emmanuel Ntamarerero erlebt mit seiner Familie die zweite Überschwemmung in diesem Jahr. Er arbeitet an der Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM). Nach der ersten Katastrophe am Jahresanfang zog sich das Wasser relativ schnell wieder zurück. Die Familie säuberte alles von Grund auf, richtete sich wieder ein. Dieses Mal steht das Wasser noch höher. Emmanuel rettete, was er konnte: bei Bekannten in trockenen Vierteln Gatumbas lagerten sie einen Teil ihres Hab und Guts ein. Seine Familie und er sind bei Freunden untergekommen.
Stark betroffen ist auch Révérien Kibandaruzi, Mitarbeiter im Krankenhaus Centre Médical Hippocrate (CMH). Das Haus, in dem er wohnte, ist zusammengestürzt. „Glücklicherweise war ich in dem Moment bei der Arbeit“, sagt er. Aus den Trümmern rettete er einige Wellbleche, mit denen er sich einen neuen Unterstand notdürftig zusammenbaute, in dem er bis dato schläft.
Allgemein, Nothilfe
Seit Weihnachten bis in den Februar war Burundi von heftigen Regenfällen und Stürmen heimgesucht worden. Erdrutsche und Überschwemmungen waren die Folge. Viele Bauern verloren ihre Ernte, zahlreiche Familien wurden obdachlos und stehen seitdem vor dem Ruin. Hausrat, Schulmaterialien der Kinder, Lebensmittel – vielerorts wurde alles weggeschwemmt oder vom Schlamm verschüttet. Auch Todesopfer gab es zu beklagen.
Zusammen mit den KollegInnen der Fondation Stamm in Burundi war uns klar: wir müssen helfen. Gleichzeitig war die Frage, wo ansetzen und vor allem: wo eine Grenze ziehen? Die Frage stand im Raum, ob wir uns mit der Nothilfe nicht doch übernehmen. Schließlich dürfen in solchen Situationen nicht die verplanten Budgets für das laufende Jahr herangezogen werden, um nicht Kinderheime und Schulbetriebe zu gefährden. Einige gezielte Spendenaufrufe erhielten spontane, positive Reaktionen, die uns schließlich die Nothilfe ermöglichten. Die KollegInnen in Burundi nahmen derweil an Koordinierungstreffen mit den Vereinten Nationen und dem burundischen Roten Kreuz teil. Allen Betroffenen zu Hilfe kommen konnten wir keinesfalls, aber dennoch einer beachtlichen Zahl an Familien, die direkt mit unseren Einrichtungen und unserer Organisation in Verbindung stehen. Anderen wiederum konnten die anderen Organisationen diese runden Tischs zu Hilfe kommen.
Unter dem Personal der Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) waren 20 MitarbeiterInnen und ihre Familien vom Hochwasser betroffen und mehr als 40 Familien, die ihre Kinder in unsere Tagestätte Duhinduke schicken, beklagen Verluste. Manche hatten ihre Ernte verloren, andere wiederum standen vor zerstörten Häusern. Ihnen halfen wir beim Wiederaufbau oder bei der Wiederbeschaffung von Matratzen, Lebensmitteln und Schulmaterial. Für weitere zahlreiche Familien, die aus ihrem Viertel – hauptsächlich im ärmeren Norden der Großstadt Bujumbura – vor dem Wasser geflohen waren, konnte eine medizinische Grundversorgung sichergestellt werden. Mehrere Familien, die unter öffentlichen Containern schliefen, wurden in frei stehende Wohnungen vermittelt. Sie erhielten eine Mietzahlung oder Anschubfinanzierung, damit sie umziehen und ihren Alltag wieder einrichten konnten. Dazu gab es einen Ausweis, mit dem sie sich für drei Monate kostenlos im Centre Médical Hippocrate behandeln lassen können.
Wir danken an dieser Stelle allen, die uns bei der Nothilfe unterstützt haben!
Allgemein, Arbeitsgruppe Karlsruhe, Vereine & Gruppen
Das Karlsruher „Kinderrechtefest“ soll jährlich an die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 erinnern. Damit sollen die Rechte von Kindern immer wieder ins Gedächtnis gerufen und lebendig gehalten werden. Die BURUNDI KIDS waren auch am 19. Januar durch ihre Karlsruher Arbeitsgruppe mit von der Partie. Die Botschaft ist klar: Kinderrechte gelten weltweit!