Im Januar 2026 leben 8.042 Menschen im Camp Gateri, dem Notlager in Cibitoke, Bujumbura. Die meisten der Menschen, die hier unterkommen, wurden von Überschwemmungen aus ihrem Heimatort vertrieben. Besonders vulnerabel sind Kinder, Schwangere, ältere oder kranke Menschen, weshalb Burundikids e.V. gemeinsam mit Partnern vor Ort weiterhin den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Nahrung im Camp stärkt.Im Januar wurden 315 medizinische Beratungen durchgeführt, weil viele Bewohner*innen mit Darmparasiten, Malaria oder Infektionen zu kämpfen haben. Zudem erhöht aktuell nasses Wetter besonders für Kinder und ältere Menschen das Risiko für Atemwegs- und Infektionskrankheiten.

Die Umwelt, unsicheres Wasser und die Vermehrung von Mücken erschweren die Behandlung von Krankheiten und Eingrenzung der Ausbreitung. Daher konzentrieren sich die Präventionsmaßnahmen in diesem Jahr auf die Förderung von Hygiene. Regelmäßige Gesundheitsaufklärungssitzungen werden ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsbezirk geplant, um das Bewusstsein für Risiken und Prävention zu stärken.

Essenziell finanziert wird das gemeinsame Projekt bislang von unseren langjährigen Partner*innen von Apotheker ohne Grenzen (AoG). Für dieses Jahr konnte eine weitere, starke Partnerin für die Medikamentenversorgung hinzugewonnen werden: action medeor, das erfahrene Medikamentenhilfswerk.