Charlène begann 2022 ihr Studium mit einem Stipendium der Stiftung SFFW. Sie ist Teil des allerersten Jahrgangs und die Erste, die ihren Abschluss Ende 2025 erfolgreich absolviert hat.

Charlène hat beeindruckendes geleistet: Geboren ist sie 2001 in Gitega und besuchte zunächst die Grundschule und die Unterstufe der Sekundarschule dort. Ihren Vater verlor sie bereits im Alter von einem Jahr. Sie setzte ihre Schulausbildung im Laborbereich der Schule „Nouvel Horizon” in Gitega fort. Ihre Mutter war an Diabetes erkrankt und während Charlène die 9. Klasse besuchte, verschlechterte sich ihr Zustand, sodass Charlène parallel zum Unterricht auch für ihre Mutter sorgte. Ihre Mutter starb an den Folgen der Diabetes-Erkrankung 2020. Charlène zog daraufhin zu Verwandten nach Bujumbura und wiederholte die 9. Klasse an der EPCM und schloss ihre Schullaufbahn im Laborbereich mit einem A2 Diplom ab (vergleichbar mit einem Fachabitur).

Im Januar 2022 begann sie ihr Studium am INUSSAD (Institut Universitaire des Sciences de la Santé et du Développement) an der Fakultät für Laborwissenschaften. „Dieses Studium erforderte viel Mühe und Konzentration, um sich später angemessen um die Gesundheit der Menschen kümmern zu können“, sagt sie rückblickend. Im Herbst 2025 erschien sie stolz mit allen Zeugnissen bei unseren Kolleg*innen des Programms und erhielt auch ihre SFFW Urkunden.

Aktuell macht Charlène ein Praktikum bei Alchem, einem Pharmaunternehmen mit Sitz in Bujumbura und arbeitet dort in der Abteilung für biomedizinische Geräte und Ausrüstung. Charlène selbst schreibt in einem Brief, dass das Programm ihr Leben völlig verändert habe, denn sowohl eine schwierige finanzielle Situation, als auch eine herausfordernde gesundheitliche Lage – denn Charlène leidet auch selbst seit 2013 an Diabetes – machten es der jungen Frau schwer, hoffnungsvoll zu bleiben. Durch das SFFW Programm erfuhr sie Unterstützung. 2023 wurde Charlène Mutter, was sie vor weitere Herausforderungen und Sorgen stellte, die sie jedoch wirklich beeindruckend meisterte. Sie schreibt mit großer Dankbarkeit: „Dank Ihnen konnte ich mein Studium in Ruhe fortsetzen, umgeben von einem gesunden Umfeld, wohlwollenden Menschen und engagierten Fachleuten. Ihre Unterstützung war nicht nur finanzieller Natur, sondern auch moralischer, spiritueller und menschlicher Art.“

Wir sind sehr stolz auf Charlène und auf diese Erfolgsgeschichte!