
Die guten Nachrichten aus Gateri sind: In der Gesundheitsstation im Lager konnten in einem Monat 293 Patient*innen behandelt werden. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind positiv. Besonders hervorgehoben werden die medizinische Versorgung, die psychosoziale Begleitung sowie die hohe Verfügbarkeit des Teams. Gleichzeitig bleibt der Bedarf sehr hoch. Die Lebensbedingungen im Lager sind weiterhin sehr schwierig, die Zahl der Krankheitsfälle ist hoch und der Bedarf an psychologischer Unterstützung weiterhin groß.
Besorgniserregend ist die aktuelle Choleraepidemie in der Provinz Cibitoke mit fast 200 registrierten Fällen. Denn auch wenn es in Gateri bislang noch keine bestätigten Choleraerkrankungen gibt, erhöhen der Wassermangel, die unzureichenden sanitären Anlagen und die bevorstehende Regenzeit das Risiko dafür erheblich.
Neben diesen Entwicklungen gibt es noch eine weitere Herausforderung: 21 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt, die Überlebenden sind Frauen, Kinder und Jugendliche. Unsichere Lichtverhältnisse im Lager erhöhen insbesondere für Frauen und Mädchen das Risiko weiterer Übergriffe. Die Überlebenden werden psychologisch vom Team vor Ort begleitet.Die Entwicklungen in Gateri zeigen deutlich: Unsere Langfristige Unterstützung bleibt notwendig.




