Seit Oktober 2023 erlebt Burundi eine beispiellose Klimakatastrophe. Das Wetterphänomen hat massive Auswirkungen auf das Land: Durch überdurchschnittlich starke Regenfälle kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und der Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur. El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das alle 2–7 Jahre auftritt. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser im Pazifik ungewöhnlich stark, was weltweit das Wetter verändert. In Ostafrika führt El Niño typischerweise zu starken Regenfällen – mit teils katastrophalen Folgen: Ernten gehen verloren, Krankheiten breiten sich aus, Menschen werden vertrieben.

Burundi ist eines der Länder, das besonders hart getroffen wurde. Die Schäden sind gravierend:

·      40.000 Hektar Ackerland zerstört – das entspricht rund 10 % der nationalen Ernte·      Über 1.000 Familien wurden nach Gateri (Westen Burundis) umgesiedelt·      Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Märkte wurden zerstört·      Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und Hygiene ist vielerorts unterbrochen·      Cholera, Mpox, Malaria, Masern und andere epidemische Krankheiten bedrohen besonders Kinder und Frauen

In Gateri leben derzeit über 1.000 Familien unter prekären Bedingungen. Die Fondation Stamm ist mit medizinischen und psychosozialen Teams im Einsatz, um akute Not zu lindern. Die Hilfe vor Ort wäre nicht möglich ohne starke Partner:

Burundikids e.V. engagiert sich aktiv in der Nothilfe – durch die Bereitstellung eines voll ausgestatteten medizinischen Containers, der als Behandlungsstation dient, der Finanzierung von Grundausstattung, Medikamenten und Transportmitteln, sowie logistischer Unterstützung für die Errichtung und den sicheren Betrieb vor Ort. Dieses Nothilfe Projekt wird möglich durch die Finanzierung von Apotheker ohne Grenzen – Kinder, Schwangere und besonders gefährdete Gruppen können medizinisch, psychologisch und organisatorisch versorgt werden.