burundikids e.V.

Paul und Maria haben einen Blog

Paul und seine Frau Maria haben einen eigenen Blog, in dem sie ├╝ber ihre Reisen quer durch Afrika berichten.

Die Reiseroute von Paul und Maria mit ihrem Wohnmobil "Monty" durch Europa und Afrika von Februar 2011 bis Januar 2012

Einen spannenden Bericht (englisch) über Pauls und Marias Reise mit ihrem Wohnmobil "Monty" durch Europa und Afrika von Februar 2011 bis Januar 2012 gibt es hier als PDF. (Erschienen in Caravan & Outdoor Life, April 2012)

„Der spinnt wirklich“, dachte ich, als ich am Wochenende den Telefonhörer abnahm. Am anderen Ende der Leitung, eine mir bekannte Stimme, die ich schon lange nicht mehr zu hören bekam, in einem perfekten Schweizerdeutsch: „Hallo Philipp, alles okay? Wir wollten dich sehen und grüßen. Wir sind auf dem Weg nach Äthiopien!“

Paul – der „Spinnervater“ aus Südafrika zu Besuch in Burundi

„Der spinnt wirklich“, dachte ich, als ich am Wochenende den Telefonhörer abnahm. Am anderen Ende der Leitung, eine mir bekannte Stimme, die ich schon lange nicht mehr zu hören bekam, in einem perfekten Schweizerdeutsch: „Hallo Philipp, alles okay? Wir wollten dich sehen und grüßen. Wir sind auf dem Weg nach Äthiopien!“

Normale Menschen sind unterwegs ins Nachbardorf oder in die nächste Stadt. Nicht aber der „Spinner“ Paul, mein Bekannter und Abenteurer aus Südafrika. Der gebürtige Schweizer hat seine Heimat schon lange verlassen und fühlt sich mit Frau Maria in Jeffrey’s Bay, im Süden des afrikanischen Kontinents, wohl. Ab und an wird es dem 69-Jährigen aber auch dort zu langweilig. Rentner sein ist offensichtlich nicht sein Ding.

Wenn es ihm zu bunt wird, steigt er in seinen Wohntruck „Monty“, einen zig Tonnen schweren Mercedes Atego 4x4, ausgestattet für die unmöglichsten Touren in den unwirtlichsten Gebieten, gemütlicher und luxuriöser als ein Wohnmobil. Wie jetzt, zum Beispiel, für eine Entdeckungstour von fast 10.000 Kilometern, vom südafrikanischen Jeffrey’s Bay bis nach Äthiopien. „Da dachten wir, wir schauen mal bei meinem Freund Philipp in Bujumbura vorbei“, lacht Paul.

2007 besuchte er die burundikids zum ersten Mal, wohnte mit im Kinderheim und initiierte die Spendenkampagne „Spinnst du mit?!“, bei der über 8.000 Euro für die Projekte zusammenkamen. 2011 schließlich durchquerte er den afrikanischen Kontinent von Norden nach Süden in einer atemberaubenden Tour, die es sogar in die Presse schaffte. Und aktuell ist er wieder auf der Piste in Richtung Norden, nach Lalibela, den christlichen Pilgerort in Äthiopien. „Danach ist Schluss“, merkt Reisebegleiterin und Ehefrau Maria an, Pauls bessere Hälfte.

„Ich will die Spinner wieder aktivieren, deswegen bin ich hier“, sagt Paul. „Da kann doch noch mehr gehen! Schaut her, wenn ich hier ein zweites Mal auftauchen kann, dann können doch die anderen Spinner in der Welt da draußen auch noch ein zweites Mal die Geldbörse aufmachen, oder?!“ Paul ließ es sich natürlich nicht nehmen, sich selbst zu überzeugen und wir fuhren gemeinsam zum Schulprojekt und Krankenhaus in Kajaga. „Jeder müde Groschen ist da richtig investiert!“ stellt er fest und fügt hinzu: „Das kannst du auch gerne so in Bezug auf mich schreiben!“

Spinnen auch Sie? Besuchen Sie uns in Bujumbura und machen Sie es zu einer Spendenkampagne! Oder unterstützen Sie Pauls „Spinner“-Projekt mit einer Spende!

Philipp Ziser