Schule, Ausbildungszentrum, Labor und Internat in Bujumbura

 
 
Ulrike Folkerts, Verena Stamm, Martina Wziontek und Benoit Ndorimana

Ziel von burundikids e.V. ist der Bau eines Zentrums mit Klassenräumen für den Schulbetrieb, Ausbildungsstätte, medizinischer Station mit Labor und integriertem Internat. Das Zentrum wird in drei Bauabschnitten umgesetzt, wovon der erste bereits abgeschlossen ist und der zweite bereits im Bau ist.

Das Schulprojekt in Burundi wird umgesetzt mit starken Partnern. So steuerte die Aktion Tagwerk bereits 150.000 EURO zum Bau des Zentrums bei, das inklusive Grundstück und Einrichtung bisher 210.000 EURO kostete. Der Betrag kam durch die Kampagne „Dein Tag für Afrika“ zustande, bei der Schüler 2005 und 2006 jeweils einen Tag lang für einen wohltätigen Zweck arbeiteten.

Im November 2007 wurde eine Schulpartnerschaft zwischen der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK) und der Ecole Polyvalente Carolus Magnus in Bujumbura besiegelt.

Diashow (Stand März 2007)


März 2007: Beginn der Arbeiten am zweiten Bauabschnitt

Das Fundament ist bereits fertig und die Grundmauern werden errichtet.

September 2006: Offizieller Schulbeginn

Zwischen Oktober 2005 und August 2006 wurde das Obergeschoss mit weiteren Klassenräumen errichtet und fertiggestellt, zusätzlich eine Wohnung für Besucher, sowie die notwendigen sanitären Anlagen (ohne die keine Schule die Erlaubnis des zuständigen burundischen Ministeriums erhält). Zuerst werden zwei Klassen der Klasse 1 unterrichtet, die weiteren Räume werden für Alphabetisierungskurse für Kinder und Frauen aus den umliegenden, sehr armen Vierteln, sowie für unterschiedliche Ausbildungen genutzt. Seit Beginn des offiziellen Schulbetriebs wächst die Zahl der Schüler kontinuierlich und mit jedem neuen Schuljahr werden neue Klassen hinzu kommen.

Oktober 2005: Unterricht in den Räumen des Erdgeschosses

Trotz fehlender Türen und Fenster starteten die ersten Alphabetisierungskurse in den (fast) fertigen Räumen. Anfangs wurden dort 80 Kinder unterrichtet.

September 2004: Beginn des ersten Bauabschnitts des Schulzentrums

Für den Bau der Schule und des Internats haben wir 2004 ein Grundstück erworben, das im Norden der Hauptstadt Bujumbura direkt am Ufer des Tanganyikasees liegt (Google Maps zeigt jedoch kein aktuelles Bild). Kurz darauf wurde umgehend mit den ersten Bauarbeiten begonnen.

 

Schulsystem in Burundi

Das Schulsystem in Burundi besteht aus einer sechsjährigen Grundschulzeit mit anschließender siebenjähriger Sekundarschulzeit. burundikids e.V. hat sich mittelfristig den Bau einer Primarschule für fast 500 Kinder, sowie den Bau eines Internats für mindestens 100 Waisen- und Straßenkinder zum Ziel gesetzt. Die Kinder sollen neben der Schulausbildung auch berufliche Grundkenntnisse in einer Schreinerei, Weberei, Elektrowerkstatt oder Fahrradwerkstatt erwerben können.

In Burundi wird - wie in vielen afrikanischen Ländern - aufgrund des Mangels an Schulen in zwei Schichten unterrichtet. Unser Projekt wird also in Zukunft fast 1000 Kindern die Möglichkeit geben, eine Schulausbildung zu erhalten.

Unser Entwurf sieht zwölf Klassenräume für jeweils 40 Schüler vor, im Internat sollen jeweils vier Kinder in insgesamt 26 Zimmern untergebracht werden. Daneben wird es eine Großküche mit Essraum, eine Bibliothek, einen Mehrzweckraum, einen EDV-Raum mit 20 Computerarbeitsplätzen, eine kleine Gesundheitsstation, einen Sportplatz, sowie einige Verwaltungsbüros geben. Für das gesamte Bauvorhaben und die komplette Einrichtung, Ausstattung und das nötige Lehrmaterial werden ca. 480.000 EUR benötigt. Die monatlichen Kosten werden sich nach Fertigstellung des gesamten Zentrums auf etwa 4.500 EUR belaufen, inklusive Personalkosten und Ausgaben für Nahrungsmittel.

 

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