burundikids e.V.
 
 
Architektin international - Martina beim Schulerweiterungsbau mit dem einheimischen Kollegen
Architektin international - Martina beim Schulerweiterungsbau mit dem einheimischen Kollegen

(Wieder) Zu Besuch: burundikids-Gründerin Martina und Vereinspatin Ursula Meissner

„Jewe, ndamuzi!“ („Die kenne ich!“) freut sich Stacy aus dem Waisenheim „Uranderera“, als sie mit ihren gleichaltrigen Heimkollegen durch das Tor stürmt, um die Besucher zu begrüßen. Das Kinderheim war eine der Stationen während des Besuchs von burundikids-Gründerin und Leiterin Martina. Gemeinsam mit Vereinspatin und Fotografin Ursula Meissner war sie im Februar 2011 für eine Woche nach Burundi gereist, um sich vom aktuellen Stand der Projekte in Bujumbura und Gitega zu überzeugen und weitere Pläne für dieses und die kommenden Jahre zu besprechen.

Lange Gespräche standen auf der Tagesordnung mit Helfern und Personal des Partners vor Ort, der Fondation Stamm. Psychologe Anselm, der im Straßenkinderheim „Birashoboka“ mitarbeitet und seiner Studie nachgeht, berichtete über die Heimstrukturen und die Arbeit mit den rund 80 Jungen im Heim. In Kanyosha traf Martina auch wieder auf den kleinen Désiré, der vergangenes Jahr zur medizinischen Behandlung in Köln gewesen war.

Céline, eine erfahrene französische Lehrerin, die als Volontärin die burundischen Kollegen an der Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) fortbildet, führte gemeinsam mit ihrem einheimischen Kollegen und Grundschuldirektor Désiré durch die Schule und stellte die neu angewandten didaktischen Konzepte für die Grundschule vor. Knapp 900 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die EPCM, inklusive Hausaufgabenbetreuung, Schulküche und Bibliothek.

Über den aktuellen Stand im Krankenhaus „Centre Médical Hippocrate“ (gebaut durch den Partner burundikids schweiz), sowie die dafür vorgesehenen Pläne berichteten die drei deutschen Krankenschwestern Monique und Irmgard aus Karlsruhe (für zwei Monate zur Unterstützung vor Ort) und Susanne Lang (von der Uniklinik Mainz, entsandt durch den Partner Human Help Network) als Tenor für das Krankenhauspersonal.

Mit Fondations-Leiterin Verena und Mitarbeiter Philipp besprach Martina anstehende Projektvorhaben und interne Strukturen. Unter anderem sollen in den kommenden Wochen und Monaten die Bauarbeiten an der Schule in Bujumbura für weitere Klassenräume intensiviert werden. Und auch in Gitega, an der Berufsschule, soll es eine Erweiterung und weitere Kooperationen geben. Außerdem sollen die Partner in Deutschland, Frankreich und der Schweiz weiter vernetzt und die Kooperationen ausgebaut werden.

Beim Besuch an der Schule traf Martina auch auf Dr. Schmid und Daniela Casabona von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), die sich auf einer Burundireise von den aus Süddeutschland unterstützten Projekten überzeugten. Sie interessierten sich für die EPCM und das Krankenhaus, die viele Partnerschaften u.a. auch nach Karlsruhe und Stuttgart pflegen.

Ursula, sonst Krisen- und Kriegsgebietsfotografin, besuchte ebenfalls alle Projekte und dokumentierte die Fortschritte. Auch schoss sie die Fotos, die für den nächsten burundikids-Kalender verwendet werden sollen. Das Thema wird jedoch noch nicht verraten.