burundikids e.V.
 
 

Verena Stamm – Update, Mittwoch, 17. Februar

Verena hat sich im Krankenhaus in Nairobi gut vom Unfall erholen können. Die vergangenen Tage war sie bereits in einem normalen Krankenzimmer, nicht mehr auf der Intensivstation.

Heute Morgen kam Verena, begleitet von ihrem Ehemann, zurück nach Burundi. Sie kann gehen, wieder sprechen – und auch lächeln. Voller Tatendrang sprach sie auch gleich von den Projekten und der Fondation Stamm. Doch soll und wird sie sich die kommende Zeit noch ausruhen, um die Wunden vollständig ausheilen zu können.

Das Team vor Ort, alle Partner und natürlich die burundikids sind allesamt froh, Verena wieder gesund und wohl behalten zurück in Burundi zu wissen. Zur Begrüßung kamen sogar die Frauen und Mädchen aus dem Mütterheim zu Verenas Haus, um sie kurz willkommen zu heißen.

Wir danken allen für die Anteilnahme und die Unterstützung in dieser Ausnahmesituation. Und wünschen Verena weiterhin beste Genesung!

Das burundikids-Team

Verena Stamm – Update, Dienstag, 9. Februar

Gerade bekamen wir Nachricht aus Nairobi. Verena Stamm ist aus dem künstlichen Koma aufgewacht und bei vollem Bewusstsein. Sie erkannte sofort eine Bekannte unseres Mitarbeiters Philipp, die in Nairobi arbeitet und sich um Verena kümmerte. Verena kann sich erinnern, zu allen Seiten bewegen – und zeigte sich sofort besorgt. Doch Philipps Bekannte beruhigte sie und erklärte ihr, dass alles in Ordnung sei. Für sie und auch für die Projekte in Burundi.

Noch hat Verena einen Schlauch in Mund und Nase, dieser wird jedoch in den kommenden Tagen entfernt. Die Ärzte sind sehr optimistisch und „alles sei wieder ok“. Verenas Mann kam heute aus Nairobi zurück und wird kommenden Samstag erneut dorthin fliegen. Bis dahin, so die Ärzte, sei Verena „wieder fit“.

Dennoch meinten die Ärzte in Nairobi: Wenn nicht so schnell gehandelt worden wäre und Verena in Burundi geblieben wäre, sähe das Ende anders aus. Doch daran muss man nun nicht mehr denken – alles wird gut.

Verena Stamm – medizinischer Notfall der Leiterin
vor Ort

Verena Stamm mit einem Baby aus dem Mutter-Kind-Heim in Bujumbura

Am 3. Februar hatte die Leiterin vor Ort, Verena, einen Unfall in der Provinz Muyinga (Nordosten Burundis). Sie war zu Fuß auf Projektbesuch in einem Flüchtlingslager, als auf dem abschüssigen Terrain ein Fahrradfahrer frontal auf sie traf. Verena fiel auf den Kopf und wurde bewusstlos.

Ein Helikopter des Militärs brachte sie auf schnellstem Weg ins Militärhospital in die Hauptstadt Bujumbura, denn die Ärzte in Muyinga waren die Hände gebunden. Aufgrund mangelnder Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten – Verena war zwischenzeitlich wieder bei Bewusstsein, konnte sich bewegen und reagierte auf Ansprache, konnte jedoch nicht sprechen – musste sie schließlich durch die „Flying doctors“, eine Notfallhilfsorganisation in Kenia, in die dortige Hauptstadt Nairobi evakuiert werden. Unsere Ärztin der Medizinstation („Ecole Polyvalente Carolus Magnus“) begleitete sie bis nach Nairobi.

Für weitere Untersuchungen wurde Verena auf die Intensivstation verlegt und in ein künstliches Koma versetzt. Mittlerweile zeigen sich die Ärzte optimistisch, in diesen Stunden wird Verena aus dem Koma aufgeweckt. Dennoch wird sie die kommenden drei Wochen noch zur Beobachtung in Nairobi bleiben müssen. Auch rechnen die Ärzte damit, dass Verena für mindestens zwei Monate nicht ihrer Arbeit nachgehen kann.

Zwischenzeitlich zeigt sich das Team der Fondation Stamm im Schulterschluss verantwortungsbewusst und die Projekte können derzeit ohne größere Probleme weiterlaufen, wie Mitarbeiter Philipp von vor Ort berichtet. Verena konnte die schnelle Hilfe zugute kommen aufgrund der guten Vernetzung der Organisationen. Wir möchten uns für die Anteilnahme und Unterstützung aller ganz herzlich bedanken. Bitte unterstützen Sie uns und Verena Stamm in dieser schwierigen Situation – denn gemeinsam können wir auch diese Ausnahmesituation bewältigen. Vielen Dank!