burundikids e.V.
 
 
Krankenschwester Agnès mit dem neugeborenen Mädchen
Krankenschwester Agnès mit dem neugeborenen Mädchen

Erstes Baby in der Medizinstation zur Welt gebracht

Völlig unvorbereitet und ungeplant mussten unsere Ärztin Dora und Krankenschwester Agnès außerordentliche Hilfe leisten: Sie verhalfen einer Schwangeren zur Geburt ihres Kindes. Obwohl die Medizinstation der „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM) noch nicht für Geburten ausgestattet ist, war die Geburt erfolgreich. Mutter und Kind geht es gut.

Die Frau war ursprünglich wegen eines anderen Anliegens in die Gesundheitsstation gekommen. Nach ihrem Termin rief sie sich ein Fahrradtaxi, um den Nachhauseweg anzutreten. Bei der holprigen Fahrt merkte sie anscheinend jedoch kurz darauf, dass ihre Wehen einsetzten. Sie suchte Unterschlupf im nächstgelegenen Rohbau neben der Medizinstation der EPCM. Bauarbeiter, die von der Sache mitbekommen hatten, riefen Ärztin Dora und Krankenschwester Agnès zu Hilfe, die das Baby schließlich unversehrt zur Welt brachten.

Es ist das achte Kind der Frau aus der nahegelegenen Kommune Gatumba. Laut Verena Stamm, die kurzentschlossen zur Schule geeilt war, ist das Baby wohlgenährt und gesund. Jedoch hatte die Frau keinerlei Kinderkleidung oder ein Tuch für das Kind. Für den Weg nach Hause schenkte ihr die Ärztin das Tuch eines Operationstisches, in das sie das neugeborene Mädchen wickeln konnte. Der Schulbus fuhr die beiden dann nach Hause.

Insgesamt ist die medizinische Versorgung in der Region im Umfeld der EPCM sehr schlecht. Die Gesundheitsstation, die derzeit um einen separaten Bau – mit dem Partner „burundikids schweiz“ – erweitert wird, ist Anlaufpunkt für immer mehr Menschen, die medizinische Hilfe suchen. In der künftigen Medizinstation sollen auch Operationen möglich werden. Und Geburten.