burundikids e.V.
Rose in Freiburg auf dem Weg der Besserung

Rose – der Stand der Dinge

Ein langer Kampf war es, bis sie nach Freiburg konnte: Rose, die 16-jährige Bewohnerin des Heims „Centre Uranderera“. Seit dem 1. April 2009 jedoch ist sie in Deutschland – viele Kontakte waren nötig, viele Menschen haben mitgeholfen, gespendet, sich Zeit genommen.

Viele Voruntersuchungen musste Rose in der Freiburger Uniklinik, die sich sofort nach Kontaktaufnahme bereit erklärt hatte, das Mädchen aufzunehmen, über sich ergehen lassen, bevor mit der tatsächlichen Behandlung begonnen werden konnte. Anfänglich stellten die Ärzte noch einen unnormalen Bluthochdruck fest, eine Operation sollte folgen. Doch diese wurde schließlich nach zwei Stunden abgebrochen, da sich eine Aderverengung direkt neben der Aorta abzeichnete. Der Eingriff war den Spezialisten zu riskant – jedoch wird weiter darüber beraten, wie dieses Problem behoben werden kann.

Kurzfristig musste Rose in Quarantäne bleiben. Die Nase lief – und aufgrund der hohen Infektionsgefahr auf der onkologischen Station musste Rose erst einmal von den anderen kleinen Patienten fern bleiben. In ihr Zimmer durfte nur, wer Atem- und Kleidungsschutz trug.

Schließlich wurde mit der ersten Phase der Chemotherapie begonnen. Rose schien nach wie vor guter Dinge, voller Hoffnung und Vertrauen in das deutsche Ärzteteam, das sich samt Therapeuten und Psychologen herzlich und fürsorglich um sie kümmerte. Anscheinend seien die Ärzte optimistisch, man liege mit der Behandlung richtig. Rose konnte in der Zwischenzeit das Zimmer im Krankenhaus verlassen und wohnt im Elternhaus nebenan, zusammen mit ihrer Begleitperson Nadine. Zur Bluttransfusion müsse sie nunmehr nur noch alle vier Tage, anstatt jeden zweiten Tag wie zuvor.

Vor Ort in Freiburg kümmern sich viele Menschen um das „Drumherum“, organisieren Ausflüge für Rose, sprechen mit Ärzten und Psychologen, versorgen sie mütterlich und sorgen auch für Abwechslung mit Spaziergängen, Ausflügen und Musik. Selbst von weit her kommen Besucher für die 16-jährige, die durch die burundikids mit Rose in Kontakt stehen. Mittlerweile könne sich Rose sogar auf Deutsch vorstellen und ihr Gegenüber nach dem Wohlbefinden befragen.

Rose selbst schreibt derweil eifrig E-Mails und Briefe, schickt Kekse und Bonbons an ihre Freunde in Burundi. „Es geht mir gut“, schreibt sie. Und sie sei so sehr dankbar für das, was für sie getan werde.

All den Helfern, Spendern und dem Personal der Klinik danken wir von ganzem Herzen für die unbeschreibliche Unterstützung. Denn so bleibt die Hoffnung groß, dass Rose den weiteren, mit Sicherheit nicht einfachen Weg zur endgültigen Genesung schaffen wird und sich letztendlich ihr größter Wunsch erfüllen wird: zurück nach Burundi fliegen, wo ihre kleine Schwester Claudine im Heim sehnsüchtig auf sie wartet.