burundikids e.V.
 
 
Einzelheiten und Verbesserungsvorschläge wurden von Martina Wziontek zusammen mit Verena Stamm und dem verantwortlichen Bauleiter ausführlich besprochen und in die Baupläne entsprechend eingezeichnet.

Projektbesuch Martina Wziontek in Burundi

Am Samstag, 22. März 2008, traf burundikids-Vorstand Martina in Burundi ein, um sich einen Überblick über die aktuelle Lage der Projekte zu verschaffen. Auf dem Programm standen Besuche der Schule in Gitega (Ausbildungszentrum Fikentscher in der Landesmitte), dem Schulbau des Zentrums Ecole Polyvalente Carolus Magnus in Kajaga (im Norden Bujumburas), sowie einiger weiterer Projekte der Fondation Stamm.

Schul- und Ausbildungszentrum / Bau in Kajaga

Der Bau des zweiten Gebäudes des Zentrums in Bujumbura macht derweil große Fortschritte. Das Erdgeschoss ist im Rohbau fertiggestellt, mit dem Innenausbau wurde bereits begonnen. Erste Türen und Fenster sind eingelassen, Innenmauern aufgezogen. Die ersten Maßnahmen für das Obergeschoss sind ebenfalls in Arbeit. Derweil traf auch der Container mit den technischen Geräten und weiterer Ausstattung für das Labor und die Ausbildungsstätte für die Pharmazeuten im Hafen in Bujumbura ein. Sobald die Frage nach Zollfreiheit im Ministerium geklärt wurde, wird die Auslieferung zum Schulgelände erfolgen.

Ausbildungszentrum Fikentscher (AZG) / Bau in Gitega

Frau transportiert Steine auf ihrem Kopf zur Baustelle

Nach dem Kauf der zuerst benötigten Baumaterialien (Ziegelsteine, Bruchsteine, Erde, Werkzeuge, etc.) für das neue Bauprojekt von burundikids e.V. zusammen mit der Kinderhilfestiftung Fikentscher mit Sitz in München wurde umgehend mit den Arbeiten begonnen. Eisenwaren mussten per Lkw aus Bujumbura angeliefert werden. Zuerst war vorgesehen, sie vor Ort in Gitega zu beschaffen, jedoch war dort nichts zu bekommen – nicht zuletzt aufgrund der Krise in Kenia (woher die Eisenwaren in den meisten Fällen importiert werden) und der dadurch verursachten Versorgungsknappheit. Die restlichen Materialien konnten vor Ort in Gitega beschafft werden.

Für die ersten Baumaßnahmen wurden 21 Maurer und 38 Hilfsmaurer eingestellt. Das Ergebnis nach den ersten zehn Tagen (begonnen wurde am 14. März 2008) ist mehr als zufriedenstellend, die geplante Bauzeit wird – nach dem jetzigen Stand und bei Beibehaltung des Arbeitstempos – eingehalten werden können. Ausbildungsbeginn soll pünktlich zum Start des regulären Schulbetriebs in Burundi im September sein.

Einzelheiten und Verbesserungsvorschläge wurden von Martina Wziontek zusammen mit Verena Stamm und dem verantwortlichen Bauleiter ausführlich besprochen und in die Baupläne entsprechend eingezeichnet. Ebenfalls wurde beschlossen, die ersten fünf Auszubildenden in den Bau mit einzubeziehen, die später in den Klassen als „Vorreiter“ fungieren können. So helfen die Azubis, ihre „eigene“ Schule mit aufzubauen.

Pläne / Ideen / Vorschläge

Kleines Mädchen mit ihrem Schulzeugnis

Als weitere Idee für die (spätere) Komplettierung des Projekts in Gitega (AZG Fikentscher) wurde ein kleines Bistro/Kantine in Erwägung gezogen. Aufgrund der Auszubildenden, der Schüler der umliegenden Schulen und der Anwohner würde hier einer Nachfrage entsprochen, um ein kleines Einkommen zu haben, das später dem Unterhalt des Projektbetriebs zugute kommen könnte.

Auch wurde schon über das erste konkrete Projekt während der Ausbildungsphase im AZG Fikentscher beraten. In einem Container, der Bujumbura voraussichtlich Ende April erreichen wird, befinden sich Bausätze für Solarlampen, die von Gisela Splett, der entwicklungspolitischen Sprecherin der Grünen in Stuttgart, gespendet wurden. Ein Freiwilliger, dessen Entsendung im August stattfinden wird, lässt sich noch in Deutschland in eine Bauanleitung der Lampen unterweisen. Vor Ort in Gitega könnte er sich schließlich um dieses Projekt kümmern, burundische Jugendliche (bspw. als Zusatz im Rahmen der Elektrikerausbildung) anlernen und das anschließende Vermietungssystem der Solarlampen aufbauen und in der ersten Phase koordinieren.

Ebenfalls in einem späteren Container befinden sich große Wasserauffangtonnen, die am Ausbildungszentrum in Verbindung mit Regenrinnen angebracht werden können. Zwar wird das AZG mit einem Wasseranschluss versehen, doch würde somit die permanente Wasserversorgung bei eventuellen Ausfällen des Netzes dennoch gesichert sein. Die Auffangtonnen sind darüber hinaus in allen Projekten sinnvoll und sollten, wenn möglich, installiert werden.

In den kommenden Wochen und Monaten werden die Projektbesuche auf den Baustellen in Kajaga (Bujumbura) und Gitega von Verena Stamm und den Mitarbeitern vor Ort in regelmäßigen Abständen fortgesetzt. Auch wird burundikids e.V. zusammen mit der Fondation Stamm über neue Konzepte für die bestehenden Heime beraten und sie an die sich ändernden gesellschaftlichen Verhältnisse in Burundi anpassen, um stets eine sinnvolle und zeitgerechte Unterstützung leisten zu können.